Klassensplitter: Rückschlag für VfR Friesenheim

Beim VfR Friesenheim gibt es einen Traum. Den Traum von der Bezirksliga. Nicht erst seit dieser Saison oder seit zwei, drei Jahren. Den Aufstieg in diese attraktive Spielklasse strebt der VfR seit rund 30 Jahren an. Mal mehr, mal weniger intensiv. Wäre ja auch zu schön, mal gegen andere Mannschaften und in einer höheren Liga zu spielen.

Aber noch sind die Friesenheimer in der A-Klasse Rhein-Pfalz angesiedelt. Der Saisonstart verlief gut, der VfR spielte attraktiven und erfolgreichen Fußball und war lange Zeit Tabellenführer. Trainer Toni Maric und sein Assistent André Werz hatten sich bereits zum Saisonstart zum Ziel „Aufstieg“ bekannt. Nach der Vorrunde hatten die Grün-Schwarzen zwar den Platz an der Sonne eingebüßt, doch sie zählen zu den vier Teams, die die Plätze eins und zwei unter sich ausmachen. Dieses Quartett war nur fünf Punkte voneinander getrennt, Friesenheim hatte drei Zähler Rückstand auf Primus Weisenheim.

Doch zum Auftakt des zweiten Saisonabschnittes lief es nicht gut für den VfR. Während die Konkurrenten Weisenheim, ESV Ludwigshafen und Bobenheim-Roxheim ihre Spiele gewannen, musste Friesenheim beim abstiegsgefährdeten SV Obersülzen die Segel streichen. Bis zur 80. Minute war kein Treffer gefallen, doch dann schlugen die Platzherren noch dreimal zu. „Bis die ihr erstes Tor erzielen, müssen wir das Spiel schon längst gewonnen haben“, sagt Spielleiter Giuseppe Tutino. Damit meint er die vielen Chancen, die der VfR schon in der ersten Halbzeit gehabt habe und die 100-prozentige Möglichkeit im zweiten Abschnitt. „Nach dem 1:0 haben wir aufgemacht und alles oder nichts gespielt“, erklärt Tutino, wie es zu der hohen Niederlage kam. Typisch für die Partie sei eine Szene kurz vor Ende des Spiels gewesen, als der Torhüter des SVO am Boden lag, die Friesenheimer den Ball aber nicht über die Linie brachten. „Wir hätten noch drei Stunden spielen können, ohne ein Tor zu schießen. Das Ergebnis ist ein Rückschlag“, räumt der Spielleiter ein.

Der letzte Biss, der die Mannschaft zu Beginn der Runde ausgezeichnet habe, fehle derzeit. „Der Wille, unbedingt gewinnen zu wollen, ist aktuell nicht zu erkennen. Ein paar Prozent fehlen“, verdeutlicht Tutino. Damit das Team nicht noch mehr verkrampfe, habe man sich im Moment darauf verständigt, nicht über den Aufstieg zu reden. „Andererseits, verloren ist noch lange nichts“, gibt sich Tutino kämpferisch. Der Traum soll schließlich noch nicht zu Ende sein. (Quelle: „Die Rheinpfalz“)